Historische Bibliothek der Stadt Rudolstadt

Archiv

IM DIALOG - Künstlerbücher von Ines v. Ketelhodt (*1961)
und Werke aus der Universalbibliothek von Carl Gerd v. Ketelhodt (1738–1814)

Die bessere Hälfte – eine Ahnengalerie. [Fotogr. & Realisation: Ines von Ketelhodt]

Ausstellung im Alten Rathaus Rudolstadt

Die Ausstellung führt zwei Mitglieder der Familie von Ketelhodt zusammen, die auf unterschiedliche Art und Weise eines verbindet:
Bücher.
Carl Gerd von Ketelhodt, Ende des 18. Jahrhunderts einer der einflussreichsten Beamten im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, trat nicht nur als Verfasser verschiedener Schriften hervor, sondern vor allem als Büchersammler. Seine breit gefächerte und auch der Öffentlichkeit zugängliche Bibliothek, die 1804 bei ihrem Verkauf an die Fürstliche Bibliothek Rudolstadt etwa 17.000 Bücher und Handschriften umfasste, enthielt bedeutendste Werke der Buchgeschichte und spiegelt noch heute seine universellen Interessen wider.
Seine Nachfahrin Ines von Ketelhodt hat sich ganz dem »Büchermachen« verschrieben. Die Diplom-Designerin studierte von 1981 bis 1988 an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main Visuelle Kommunikation und ist seitdem als Grafikerin, Fotografin und Buchkünstlerin tätig. So entstanden bisher eine Reihe von Künstlerbüchern, die von der Idee und Gestaltung bis zur drucktechnischen Umsetzung von Texten und Bildern in eigener Werkstatt ausschließlich von ihr stammen und unterdessen auch international Beachtung gefunden haben.

Zur Ausstellungseröffnung wird Ines von Ketelhodt ihre Werke vorstellen.

Eine Ausstellung der Gesellschaft für Buchkultur und Geschichte e.V. Rudolstadt im Alten Rathaus
vom 12. September bis 11. November 2016.

Ausstellungseröffnung: 9. September, 18.00 Uhr im Alten Rathaus Rudolstadt
Öffnungszeiten: Dienstag 9–15 Uhr | Donnerstag 9–18 Uhr | Freitag 9–12 Uhr.


Die hippologischen Drucke und Handschriften von 1583 bis 1905 in Rudolstädter Bibliotheken

Die hippologischen Drucke und HandschriftenBuchvorstellung im Alten Rathaus Rudolstadt
am 20. November 2015, 18.00 Uhr


Hippologischen DruckeVorgestellt wird der seit kurzem vorliegende „Katalog der hippologischen Drucke und Handschriften von 1583 bis 1905“. Er verzeichnet 73 selbständig erschienene Drucke und 17 gebundene Handschriften, die spätestens seit der Mitte des 17. Jahrhundert am Hofe der Grafen und späteren Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt sowie von Privatpersonen gesammelt wurden und in der Historischen Bibliothek der Stadt Rudolstadt, im Thüringer Landesmuseums Heidecksburg Rudolstadt und im Thüringischen Staatsarchiv Rudolstadt überliefert sind. Die 285 Seiten umfassende und mit 119 lllustrationen ausgestattete Fachpublikation wurde von Dr. Klaus-Peter Mieck und Michael Schütterle erarbeitet und von der Historischen Bibliothek der Stadt Rudolstadt mit Hilfe privater Spendenmittel herausgegeben. Die chronologisch nach ihrem Erscheinungsjahr geordneten Werke werden darin sowohl inhaltlich als auch nach ihrer Sammlungsgeschichte beschrieben, darunter zum Teil einmalige Zeugnisse der Pferdehaltung und Pferdezucht am Rudolstädter Hof wie zum Beispiel handschriftlich verfasste Rossarzneibücher. Einige davon werden auch im Original zu sehen sein.



Das Bild im Buch der Bücher - Illustrierte Bibeln vom 15. bis 18. Jahrhundert
aus Rudolstädter Bibliotheken

Das Bild im Buch der Bücher

Ausstellung im Alten Rathaus Rudolstadt

Zum historischen Buchbesitz Rudolstadts zählen zahlreiche Bibeln, die seit dem 16. Jahrhundert in der Residenz der Grafen und Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt als unverzichtbare Begleiter der Religionsausübung gesammelt wurden und heute zu den Sammlungen der Historischen Bibliothek der Stadt Rudolstadt, des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg Rudolstadtund und der Bibliothek der evangelischen Kirchgemeinde Rudolstadt gehören.

Die Erfindung des Buchdrucks 1455 förderte nicht nur die Verbreitung der Bibel wesentlich, sondern trug auch durch die Einsatzmöglichkeiten druckgraphischer Illustrierungs- techniken wie Holzschnitt und Kupferstich zur Veranschaulichung ihrer Heilsbotschaften bei. Die Bedeutung der Bibelillustrierung zeigt sich etwa darin, dass von den 18 gedruckten vorlutherischen Bibelausgaben in deutscher Sprache nur zwei ohne Abbildungen erschienen. Mit Martin Luthers September-Testament 1522 begann eine neue Epoche der Bibelillustrierung in Deutschland. Die Holzschnitte dafür lieferte die Cranach-Werkstatt zu Wittenberg, die dann auch den Auftrag für die Illustrierung der ersten Ausgabe von Luthers Bibelübersetzung von 1534 erhielt. Als "Cranach-Bibel" ging sie mit ihren zahlreichen Nachauflagen in die Geschichte der Lutherbibel ein. Mit der im 17. Jahrhundert einsetzenden Ablösung des Holzschnitts durch den Kupferstich als Illustrationstechnik erschienen zunehmend Bilderbibeln mit großen Kupferstichfolgen ohne Text wie die berühmt gewordene Merian-Bibel, benannt nach Ihrem Verleger und Kupferstecher Matthäus Merian. Die Textausgaben hingegen, wie vor allem die des Nürnberger Verlagshauses Endter, wurden vorrangig und oft überaus opulent mit Porträts von Fürsten, Landkarten und Sachabbildungen versehen.

Die Ausstellung schlägt einen Bogen von der 1483 in Nürnberg gedruckten "Biblia deutsch" mit faszinierend kolorierten Holzschnitten über mehrere, meist großformatige Lutherbibeln des 16. Jahrhunderts mit üppiger Bildausstattung bis zu einigen der repräsentativen Bibelausgaben des 17. und 18. Jahrhunderts, die samt und sonders unersetzbarer Teil des geistlichen und kulturellen Erbes Rudolstadts sind.

Eine Ausstellung der Gesellschaft für Buchkultur und Geschichte e.V. Rudolstadt im Alten Rathaus vom 26. Oktober bis 29. Dezember 2015.

Ausstellungseröffnung: 23. Oktober, 18.00 Uhr im Alten Rathaus Rudolstadt
Öffnungszeiten: Dienstag 915 Uhr | Donnerstag 9 18 Uhr| Freitag 912 Uhr.

Abbildung: "Biblia deutsch", gedruckt in Nürnberg 1483 (Historische Bibliothek der Stadt Rudolstadt)


Der Forstmann Carl Christoph von Lengefeld - ein grüner Visionär.

Carl_Christoph_von_Lengefeld

 

Ausstellung zu Leben und Werk anlässlich seines 300. Geburtstages im Alten Rathaus Rudolstadt
 
Ausstellungseröffnung: 15. Mai 2015, 18.00 Uhr, mit einem Vortrag von Prof. Helmut Witticke (Schwarzburg)

Ausstellungsdauer: bis 10. Juli 2015 im Rahmen der Öffnungszeiten des Alten Rathauses
(Di 9-15, Do. 9-18, Fr. 9-12)

 

Anlässlich seines 300. Geburtstages am 15. Mai ehren das Schillerhaus Rudolstadt in Kooperation mit dem Thüringer Landesmuseum Heidecksburg Rudolstadt, der Historischen Bibliothek der Stadt Rudolstadt, dem Thüringischen Staatsarchiv Rudolstadt und der Carl-Christoph-von-Lengefeld-Stiftung i. Gr. den Forstmann in einer Jubiläumsveranstaltung, die auch das Bewusstsein um seine Verdienste befördern soll.

Die Ausstellung im Alten Rathaus würdigt das Leben und Werk Carl Christoph von Lengefelds unter Einbeziehung zahlreicher originaler Bild- und Schriftzeugnisse.

Der Oberforstmeister und Schwiegervater Friedrich Schillers war einer der bedeutendsten Forstmänner seiner Zeit. Angesichts des grassierenden Raubbaus an den heimischen Wäldern erkannte er die dringende Notwendigkeit der Aufforstung und legte zu dem durch seine forsttheoretischen Schriften hier für wichtige Grundlagen. Als Gutachter leistete er auch außerhalb seines Zuständigkeitsbereichs, der Ober- und Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt 'forstliche Entwicklungshilfe'. Seine außerordentlichen Kenntnisse trugen ihm schließlich die Bewunderung Friedrichs des Großen ein, der ihn zu den verlockendsten Bedingungen abwerben wollte, Lengefeld jedoch blieb mit seiner Familie in Rudolstadt.